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Accessibility Statement: Transparenz über digitale Barrierefreiheit schaffen

Ein Accessibility Statement, auch Erklärung zur Barrierefreiheit genannt, ist eine öffentlich zugängliche Seite auf einer Website, die dokumentiert, inwiefern das Angebot den Anforderungen der digitalen Barrierefreiheit entspricht, welche Einschränkungen noch bestehen und wie Nutzende Feedback oder eine Kontaktaufnahme vornehmen können. Es schafft Transparenz gegenüber Menschen mit Sehbehinderung und anderen Nutzergruppen. In verschiedenen europäischen Ländern ist ein solches Statement für bestimmte Organisationen mittlerweile gesetzlich vorgeschrieben.

Wie funktioniert Accessibility Statement (Erklärung zur Barrierefreiheit)?

Ein Accessibility Statement folgt meist einem strukturierten Aufbau, der sowohl den aktuellen Stand der Barrierefreiheit als auch offene Baustellen ehrlich benennt.

  • Konformitätsstatus: Angabe, inwieweit die Website den -Richtlinien entspricht, etwa "vollständig", "teilweise" oder "nicht konform".
  • Bekannte Einschränkungen: Transparente Auflistung von Bereichen, die noch nicht vollständig barrierefrei sind.
  • Kontaktmöglichkeit: Ein Feedback-Mechanismus, über den Nutzende Barrieren melden können.
  • Erstellungsdatum und Prüfmethode: Angabe, wann und wie die Einschätzung der Barrierefreiheit erfolgt ist, etwa durch Selbstbewertung oder externe Prüfung.

Eine glaubwürdige Erklärung zur Barrierefreiheit basiert idealerweise auf echten Digitale Barrierefreiheit mit blinden oder sehbeeinträchtigten Personen, statt auf einer rein theoretischen Selbsteinschätzung.

Warum ist Accessibility Statement (Erklärung zur Barrierefreiheit) wichtig?

Ein Accessibility Statement signalisiert Nutzenden mit Sehbehinderung, dass ihre Bedürfnisse ernst genommen werden, und schafft gleichzeitig rechtliche Klarheit für Organisationen.

  • Vertrauensbildung: Nutzende wissen, welche Erwartungen an die Zugänglichkeit einer Website realistisch sind.
  • Rechtliche Anforderung: In verschiedenen Ländern und Kontexten, unter anderem im Zusammenhang mit dem European Accessibility Act, wird ein solches Statement zunehmend gefordert.
  • Verbesserungsprozess: Das Statement macht den Fortschritt bei der Barrierefreiheit über die Zeit nachvollziehbar.
  • Risiko bei Falschangaben: Eine unzutreffende oder überzogene Konformitätsangabe kann rechtliche und reputationsbezogene Folgen haben.

Blindklusiv unterstützt Organisationen bei der fundierten Erarbeitung eines Accessibility Statements, unter anderem durch Digitale Barrierefreiheit mit sehbeeinträchtigten Testpersonen, die reale Nutzungsprobleme aufdecken.

Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen

Das Accessibility Statement ist die schriftliche, öffentlich einsehbare Dokumentation des Barrierefreiheitsstatus, während die die zugrunde liegenden technischen Standards und Erfolgskriterien definieren, an denen sich diese Einschätzung orientiert. Das Statement ist somit das Ergebnis einer Prüfung gegen die WCAG-Kriterien, nicht der Standard selbst.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist ein Accessibility Statement in der Schweiz gesetzlich vorgeschrieben?

Für bestimmte öffentliche Stellen und im Kontext internationaler Vorgaben wie dem European Accessibility Act gewinnt die Pflicht zunehmend an Bedeutung, die genaue Rechtslage sollte im Einzelfall geprüft werden.

Was gehört in ein gutes Accessibility Statement?

Wichtig sind eine ehrliche Einschätzung des Konformitätsgrads, bekannte Einschränkungen, das Datum der letzten Prüfung sowie eine funktionierende Kontaktmöglichkeit für Rückmeldungen.

Wie oft sollte ein Accessibility Statement aktualisiert werden?

Es empfiehlt sich, das Statement regelmässig, mindestens jährlich oder nach grösseren Website-Änderungen, zu überprüfen und bei Bedarf zu aktualisieren.

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