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Grossdruck: Grössere Schrift für mehr Leseunabhängigkeit
Grossdruck bezeichnet Texte und Publikationen, die in deutlich vergrösserter Schriftgrösse gedruckt werden, um sie für Menschen mit Sehbehinderung besser lesbar zu machen. Üblich sind Schriftgrössen ab etwa 16 bis 18 Punkt, oft kombiniert mit klaren Schriftarten und starkem Kontrast. Grossdruck kommt bei Büchern, Speisekarten, Formularen und amtlichen Dokumenten zum Einsatz.
Wie funktioniert Grossdruck?
Beim Grossdruck wird nicht einfach nur die Schriftgrösse erhöht. Für eine gute Lesbarkeit werden mehrere Gestaltungselemente gemeinsam angepasst:
- Schriftgrösse: Meist ab 16 Punkt, häufig auch 18 oder 24 Punkt, je nach Zielgruppe.
- Schriftart: Klare, serifenlose Schriften ohne verschnörkelte Zusätze erleichtern das Erkennen einzelner Buchstaben.
- Zeilenabstand und Laufweite: Grosszügigere Abstände verhindern, dass Zeilen ineinander verschwimmen.
- Kontrast: Dunkler Text auf hellem Grund, gemessen am , verbessert die Erkennbarkeit zusätzlich.
Grossdruck-Ausgaben werden häufig parallel zu Standardversionen produziert, etwa bei Büchern, Zeitschriften, Speisekarten in Restaurants oder amtlichen Formularen von Behörden und Versicherungen.
Warum ist Grossdruck wichtig?
Für Menschen mit Restsehvermögen ist Grossdruck oft der entscheidende Faktor, um Texte weiterhin selbstständig lesen zu können.
- Selbstständiges Lesen: Betroffene sind nicht auf Vorlesehilfe durch Dritte angewiesen.
- Breite Zielgruppe: Neben Menschen mit profitieren auch ältere Personen ohne diagnostizierte Sehbehinderung.
- Gesetzliche Relevanz: In vielen Bereichen wird die Bereitstellung von Grossdruck-Alternativen als Teil der Barrierefreiheit erwartet oder gefordert.
- Grenzen: Grossdruck allein hilft nicht bei stark eingeschränktem Gesichtsfeld oder vollständiger Blindheit, hier sind andere Formate wie Braille oder Audio nötig.
Organisationen, die ihre Dokumente und Publikationen barrierefrei gestalten möchten, erhalten dazu praxisnahes Wissen in den Schulungen von Blindklusiv.
Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen
Grossdruck ist eine von mehreren Möglichkeiten, gedruckte Inhalte zugänglicher zu machen, und unterscheidet sich von der individuellen Lösung per , die digitale Bildschirminhalte am Computer oder Smartphone vergrössert, während Grossdruck fest im gedruckten Dokument angelegt ist. Für Menschen ohne jegliches Restsehvermögen reicht Grossdruck jedoch nicht aus, hier kommt stattdessen die zum Einsatz.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ab welcher Schriftgrösse spricht man von Grossdruck?
In der Regel gilt eine Schriftgrösse ab etwa 16 bis 18 Punkt als Grossdruck, wobei je nach Sehvermögen auch grössere Formate wie 24 Punkt üblich sind.
Für wen ist Grossdruck geeignet?
Grossdruck eignet sich vor allem für Menschen mit Restsehvermögen, ist aber auch für ältere Personen oder Menschen mit vorübergehender Seheinschränkung hilfreich.
Reicht Grossdruck für vollständig blinde Menschen aus?
Nein, bei vollständiger Blindheit ist Grossdruck nicht ausreichend, hier sind Braille-Texte oder Hörformate wie DAISY-Hörbücher notwendig.