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Symbolstock & Stützstock: Zwei Formen des weissen Stocks

Symbolstock & Stützstock sind zwei Varianten des weissen Stocks, die anders als der Langstock nicht primär der Orientierung dienen, sondern die Sehbehinderung im Strassenverkehr sichtbar machen beziehungsweise zusätzlich körperlichen Halt bieten. Beide Stockformen sind wichtige Erkennungszeichen, mit denen sich Menschen mit Sehbehinderung im öffentlichen Raum kenntlich machen. Sie richten sich vor allem an Menschen mit Restsehvermögen oder zusätzlichem Unterstützungsbedarf beim Gehen.

Wie funktioniert Symbolstock & Stützstock?

Der Symbolstock ist ein kurzer, weisser Stock, der nicht zur Ertastung des Bodens gedacht ist, sondern in erster Linie als sichtbares Zeichen dient: Er signalisiert anderen Verkehrsteilnehmenden, dass die tragende Person eine Sehbehinderung hat. Er wird häufig von Menschen mit Restsehvermögen genutzt, die sich zwar noch selbstständig orientieren können, aber im Strassenverkehr auf zusätzliche Rücksichtnahme angewiesen sind.

Der Stützstock hingegen kombiniert die Signalwirkung des weissen Stocks mit einer stützenden Funktion für Menschen, die zusätzlich zur Sehbehinderung Gleichgewichts- oder Mobilitätseinschränkungen haben. Er ist stabiler gebaut als ein Symbolstock und übernimmt damit eine ähnliche Funktion wie ein herkömmlicher Gehstock, jedoch mit der charakteristischen weissen Farbe und teils roten Streifen zur Kennzeichnung.

  • Symbolstock: kurz, leicht, primär zur Kennzeichnung im Verkehr
  • Stützstock: stabiler gebaut, bietet zusätzlich körperlichen Halt
  • Beide Formen: weiss, häufig mit Reflektoren versehen, gesetzlich als Kennzeichen anerkannt

Warum ist Symbolstock & Stützstock wichtig?

Auch wenn Symbolstock und Stützstock nicht der aktiven Orientierung dienen, erfüllen sie eine wichtige Schutzfunktion im Alltag.

  • Rücksichtnahme im Verkehr: andere Verkehrsteilnehmende erkennen die Sehbehinderung und verhalten sich entsprechend rücksichtsvoller
  • Passende Wahl entscheidend: die Wahl zwischen Symbolstock, Stützstock oder Langstock hängt vom individuellen Sehvermögen und weiteren Bedürfnissen ab
  • Kombination möglich: manche Menschen mit Restsehvermögen wechseln je nach Situation zwischen den Stockformen
  • Bewusstsein schaffen: viele Menschen kennen den Unterschied zwischen den Stockarten nicht, was zu Missverständnissen führen kann

Um dieses Wissen in Unternehmen und Behörden zu verankern, bietet Blindklusiv gezielte Schulungen zu den unterschiedlichen Hilfsmitteln und deren richtiger Wahrnehmung an.

Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen

Im Unterschied zum , der aktiv zur Ertastung des Bodens und zur Hinderniserkennung eingesetzt wird, dienen Symbolstock und Stützstock in erster Linie der Kennzeichnung beziehungsweise dem körperlichen Halt. Die Technik zur aktiven Nutzung eines Stocks wird in der vermittelt, die für Symbol- und Stützstock nicht in gleichem Mass zur Anwendung kommt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wer nutzt einen Symbolstock statt eines Langstocks?

Menschen mit Restsehvermögen, die sich noch weitgehend selbstständig orientieren können, aber im Verkehr auf ihre Sehbehinderung aufmerksam machen möchten, greifen häufig zum kürzeren, leichteren Symbolstock.

Ist die Nutzung von Symbol- oder Stützstock gesetzlich geregelt?

Der weisse Stock in seinen verschiedenen Formen ist in vielen Ländern, auch in der Schweiz, als anerkanntes Zeichen für Sehbehinderung bekannt und wird im Strassenverkehr entsprechend berücksichtigt.

Kann man zwischen den Stockarten wechseln?

Ja, viele Menschen nutzen je nach Situation, Sehvermögen und Tagesform unterschiedliche Stockformen, etwa den Langstock in unbekannter Umgebung und den Symbolstock im vertrauten Wohnumfeld.

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